Presse
11.12.2009, 16:01 Uhr | WZ vom 11.12.2009
„Die IGS im Landkreis ist gestorben“
CDU: Eltern nichts vorgaukeln / Landrat: Rund sechs Millionen Euro Zusatzkosten für Bau
Für die beiden Unions-Kreistagsabgeordneten Hermann Norden und Oliver Schulze steht spätestens seit dieser Woche fest: „Die IGS im Landkreis ist gestorben.“ Grund für diese klare Aussage ist unter anderem ein „schulfachliches Gespräch“, bei dem der für Schulfragen zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, erklärte, die sogenannte „Heideschule“ passe genau zu dem für Ende Februar vorgesehen neuen Schulerlass der Landesregierung.

Der zweite Grund liegt in Mehrkosten für den Bau einer IGS am Standort Walsrode, die nach Aussage von Landrat Ostermann auf Anfrage des Kreistagsabgeordneten Schulze bei rund 2,35 Millionen Euro liegen würden. Und auch der Kreisausschuss hat nach WZ-Informationen einstimmig am bisherigen Zeitplan und den Umfang zum Neubau des Schulzentrums ohne IGS in Walsrode festgehalten.

Das Stichwort Schule wird heute in der Kreistagssitzung sicherlich wieder eine entscheidende Rolle spielen. Rund 7 Millionen Euro sind auch für das Jahr 2010 für den Schulbaubereich vorgesehen. Allerdings ist der Haushaltsansatz für den Neubau des Schulzentrums in Walsrode unter Vorbehalt zu sehen, weil das Vorhaben im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung Bauträgerprojekt abgewickelt werden soll. Die Planungen beinhalten die Räume, die nach dem Abriss des Schulzentrums an der Ostdeutschen Allee für eine Unterbringung der Haupt- und Realschule notwendig sind.

In seiner Anfrage an den Landrat hatte Oliver Schulze wissen wollen, welche baulichen und kostenmäßigen Veränderungen auf den Landkreis zukommen würden, wenn dort eine IGS untergebracht werden müsste. Der Landrat hatte dazu erklärt, dies mache eine komplette Neu- und Umplanung des Schulzentrums erforderlich. Eine fünfzügige IGS mit den Räumen für eine gymnasiale Oberstufe koste rund 6 Millionen Euro mehr als das jetzt geplante Schulzentrum. In ähnlichen Dimensionen liege auch die Schaffung einer IGS am Standort Bad Fallingbostel, heißt es weiter in der Antwort der Verwaltung.

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