Bloß nicht ans Waldbad gehen, bloß nicht Stellen streichen, bloß nicht und am liebsten gar nicht. Bloß keine Eigeninitiative fördern. Die Klientel möchte schließlich auch weiterhin mit Bonbons aus der Gemeindekasse beglückt werden, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Wer sich der Sache so nähert, der muss ja am Ende feststellen, die Möglichkeiten seien ausgereizt. Wie scheinheilig! So wird die SPD zur Partei, die die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde ruiniert. Die Aussagen der sogenannten Führungspersönlichkeiten jedenfalls grenzen an Realitätsverlust. Der ist sogar verständlich, denn außer dem Verteilen von Geld hat die SPD nichts zu bieten. Man kann sich politische Mehrheiten auch „erkaufen“. Das ist natürlich verantwortungslos, aber da sehen die drei stahlenden Herren von der SPD überhaupt kein Problem.
Wenn nicht endlich gehandelt wird, wird die Gemeinde durch die dunkelrote Mehrheitsfraktion weiter in die dunkelroten Zahlen rutschen. Nach uns die Sintflut.
Statt sich zu überlegen, wie man mehr Menschen nach Bomlitz bekommt, denen der Industriestandort Arbeit gibt, sollte man vielleicht besser fragen, wie man mehr Unternehmen nach Bomlitz bekommt, um die Steuereinnahmen zu erhöhen. Sich auf Zuzug zu verlassen, ist angesichts der wirtschaftlichen Situation, der demografischen Entwicklung und die einseitig ausgerichtete Wirtschaft vor Ort eher unseriös. Durch Steuererhöhungen trägt man zur Attraktivität jedenfalls nichts bei.
Zurzeit wird die Aufrechterhaltung der Wohlfühl-Standards in Bomlitz dadurch erreicht, dass man die Standards, die wir uns in Zukunft leisten können, immer weiter absenkt. Das ist Verrat an der jungen Generation. Die Bürger möchten, dass mit öffentlichen Finanzen ordentlich umgegangen wird und sie haben das Recht darauf.
Übrigens: Zu den konkreten Vorwürfen der CDU findet sich weder im Artikel vom Freitag noch im betont unsachlichen Leserbrief Herrn Kleibers (tinyurl.com/ydbxzz5) auch nur ein Wort. Auch nicht dazu, woher das Geld zukünftig denn kommen soll. Und das ist keine Taktik: Die SPD weiß es nicht, und der Bürgermeister weiß es auch nicht. Manchmal ist keine Antwort eben auch eine Antwort. Fraglich ist, ob den Wählern ein Schweigen genügt.









